Was macht eigentlich ein Wissenschaftslektor?

Wissenschaftliche Arbeiten sind Arbeiten auf höchstem Niveau, was sprachliche Qualität und natürlich den fachlichen Inhalt angeht.

Sicher kann ein Laie auf dem Fachgebiet eine solche Arbeit Korrektur lesen, er kann dabei aber immer nur die sprachliche Seite der Arbeit beurteilen.

Rechtschreibung und grammatische Ausdrücke, Stilistik und Zeichensetzung können begutachtet werden, vorausgesetzt, der Korrekturleser ist sprachlich so bewandert und kennt sich zu hundert Prozent mit den geltenden Rechtschreibregeln aus.
Auch die Formatierungen können von einem fachlichen Laien begutachtet werden.

Wichtig ist bei den genannten Punkten nur, dass der Korrekturleser nicht mit der Erstellung der Arbeit vertraut war, so dass sich bei ihm keine „Betriebsblindheit“ einstellen konnte und er die Fehler im Text nicht mehr sieht. Doch die Beurteilung der fachlichen Seite wird dann zum Problem, ist aber mindestens genauso wichtig, wie die sprachliche Kontrolle. Hier kann nur jemand helfen, der sich mit dem Fachgebiet der wissenschaftlichen Arbeit auskennt und der eventuell sogar selbst schon an diesem oder einem ähnlichen Thema gearbeitet hat.

Nun wird sich unter den Betreuern des Studenten wohl kaum jemand finden lassen, der sich die Zeit nimmt und die Mühe macht, eine so umfangreiche Arbeit zu lesen und Hinweise auf Korrekturen zu geben. Hier kommt der Wissenschaftslektor ins Spiel. Dieser ist meist freiberuflich tätig und kontrolliert nach Beauftragung Sprache und Inhalt. Da er fachlich fundiertes Wissen besitzt, kann er auch entsprechende Hinweise und Änderungsvorschläge geben.
Der Wissenschaftslektor kann auch schon von Anfang an hinzugezogen werden, so dass er die ersten schon fertig gestellten Kapitel Korrektur lesen kann. Falls ihm dort Fehler auffallen, hilft das dem Autor der wissenschaftlichen Arbeit, diese bei der weiteren Erstellung der Arbeit zu vermeiden.

Wer auf die Hilfe von Wissenschaftslektoren bauen möchte, der findet ein entsprechendes Verzeichnis freiberuflich Tätiger unter www.wissenschaftslektoren-in.de.
Hier stellen sich die einzelnen Lektoren mit ihren Angeboten und Fachbereichen vor.

Nachschlagewerke

Die Bezeichnung Nachschlagewerke ist eigentlich als Oberbegriff zu sehen für verschiedene Arten von Lexika und Büchern, die Informationen zu bestimmten Themen liefern. Es kann sich dabei um Chroniken handeln oder Jahrbücher, die beispielsweise einen geschichtlichen Hintergrund beleuchten. Es können aber auch Lexika sein, die entweder die Allgemeinbildung zum Inhalt haben oder die auf einen bestimmten Bereich spezialisiert sind, wie dies etwa bei technischen Lexika oder Kunstnachschlagewerken der Fall ist. Oft sind Chroniken nicht nur zeitlich, sondern auch thematisch eingegrenzt. Ebenfalls in dieses Gebiet fallen die Enzyklopädien, die aber in der Regel recht umfangreich sind.

Das Nachschlagewerk wir häufig von einem Lektorat oder einem Lexikograph bearbeitet und betreut.

Beruf: freiberuflicher Lektor bzw. Lektorat

Ein guter und professioneller Lektor muss ein wahres Multitalent sein.

Natürlich muss er auf der einen Seite die fachlichen Kompetenzen nachweisen können. Dazu gehört zum Beispiel, dass er sich in Fragen des Marketings, rechtlicher Bestimmungen und über allgemeine Tätigkeiten, die in sein Aufgabengebiet fallen, auskennt.

Der Lektor muss dafür sorgen, dass aus einem rohen, noch unfertigen Manuskript ein brauchbares Buch oder ein guter Fachartikel wird.
Außerdem trägt er dafür Sorge, dass der Autor zu einem Verlag gelangt, beziehungsweise, dass erfolgreiche Vertragsverhandlungen geführt werden.

Darüber hinaus kennzeichnet den fachkundigen Lektor aber auch ein gewisses Maß an persönlicher Kompetenz.
Der Erfolg seiner Arbeit hängt überwiegend von Kontakten ab, das heißt, er muss in der Lage sein, auf Menschen zuzugehen und gewissermaßen für sich selbst zu werben, er muss aber auch Kontakte pflegen und Verbindungen erhalten. Nur so ist es möglich, dass er als Freiberufler genügend Aufträge bekommt, um von seinem Beruf auch leben zu können.

Er muss bei der Betreuung eines Autors fähig sein, die Waage zu halten und sinnvolle Kritik zu üben und dennoch auf die Wünsche und Vorstellungen des Autors einzugehen. Dazu gehört ein gewisses Maß an Einfühlungsvermögen.

Der professionelle Lektor muss sich in Fragen der Werbung auskennen. Dabei ist nicht nur gemeint, dass er für sich selbst werben muss, um einen gewissen Bekanntheitsgrad zu erlangen. Er sollte alle möglichen Werbestrategien kennen, um ein Manuskript erfolgreich werden zu lassen.

Damit ist der Lektor – neben einer guten Vorlage natürlich – die wohl wichtigste Person für einen Autor auf dem Weg zum Erfolg.
Das gilt auch für die Zeit nach der Veröffentlichung, wenn ein fachkundiger Lektor den Autor in Bezug auf dessen weitere Entwicklung betreut.

Lektorat einer Übersetzung

Wie bei jedem anderen Text, der veröffentlicht werden soll, ist es bei einem übersetzten Text wichtig, diesen lektorieren zu lassen.
Nun stellt sich aber häufig die Schwierigkeit, dass die Übersetzung zwar günstig zu bekommen war, allerdings nicht einmal ein Muttersprachler daran gearbeitet hat.

Die Folge sind Fehler in der Sprache und daraus folgend auch in dem dargestellten Inhalt des Textes.
Der Lektor bekommt nun einen Text auf den Tisch, der vor Fehlern nur so strotzt und soll daraus einen erstklassigen Text machen. Hier liegt aber gerade das Missverständnis: Der Lektor ist nicht Übersetzer und Lektor in Personalunion, sondern er ist ein Profi der Sprache, der sprachlichen Regeln und der Verwendung von Fachtermini.

Das Übersetzungslektorat überprüft einen Text daher nicht nur in Bezug auf Rechtschreibung und Grammatik, sondern er kontrolliert ihn auch hinsichtlich der verwendeten Fremd- und Fachwörter, damit diese im Text einheitlich verwendet werden. Auch Wiederholungen von einzelnen Wörtern oder Wendungen sollten vermieden werden. Hier wird dann von einem Qualitätslektorat gesprochen.

Gerade in einer Übersetzung kann es häufiger der Fall sein, dass diese Wort für Wort übertragen wurde und daher die schlechte Sprache, die im Original mit all ihren Wiederholungen verwendet wurde, auch in der Übersetzung wieder auftritt. Der Übersetzer sollte daher bei entsprechender Fachkenntnis entscheiden, an welcher Stelle er wortwörtlich übersetzt und wo er sinngemäß übertragen sollte. Das Übersetzungslektorat sollte nicht vor die Aufgabe gestellt werden, aus einem so schlechten Text einen guten zu machen.
Er ist normalerweise für den fertigen Text verantwortlich, der inhaltlich bereits den Anforderungen entsprechen sollte. Zudem ist es häufig weitaus aufwändiger, einen schlechten Text in einen guten zu verwandeln, denn die Überarbeitung kostet mehr Zeit und Aufwand, als eine Neuerstellung.

Viele Lektoren geben den Text aber nicht an den Übersetzer zurück und arbeiten daher zu einem weitaus geringeren Honorar, als ihnen für ihre Tätigkeit zustehen würde. Absprachen mit dem Auftraggeber sollten diesbezüglich spätestens dann getroffen werden, wenn tatsächlich ein Text an den Lektor gereicht wird, der die Anforderungen nicht zu erfüllen vermag.

Layout des Lektorat.de-Blogs

 

Heute konnten wir den Lektorat.de-Blog mit einem neuen Layout versehen.
Damit wird es uns sicherlich sehr viel mehr Spaß bringen, neue Artikel in diesen Blog einzustellen, die für Freiberufler aus dem Medienbereich interessant sein könnten.