1.4 Süditalien-Tour 2014

Nun geht es wieder gen Norden

Von Matera soll es nun wieder langsam nach Norden gehen.
Doch zuerst geht es noch gen Westen durch die Dolomiti Lucane, einer fantastischen Bergwelt. Besonders schön scheint es in Castlemezzano, einem kleinen Bergdorf zu sein. Auf google Map haben wir uns die Serpentinen angeschaut, um zu beurteilen, ob unser Wohnmobil diesen Aufstieg überhaupt schafft.

So gab es einige Stellen, die man gut umfahren musste:

Immer wieder gibt es interessante Felsformationen zu bewundern:

Ja, und dann das Dorf Castlemezzano mit seinem Bergmassiv:

Immer wieder machen wir zwischendrin bei den Fahrten eine kurze Rast, um auszutreten oder um ein Foto zu schießen.

Diesmal rief Gisela aus dem Bad ganz extrem laut nach mir, ich solle schnell im Wohnmobil nach hinten kommen. Sie hatte einen Hundertfüßer vor dem Kleiderschrank entdeckt, der dann ganz rasant in den Heizungsauslass flüchtete. Das Wildtier war ungefähr 10 bis 15 cm lang.

Sofort suchten wir über das Internet nach weiteren Informationen:

—– aus Wikipedia —-
Die Hundertfüßer stellen eine Zusammenfassung von vier Einzelgruppen dar, die in ihrer Morphologie stark variieren, weswegen eine einheitliche Beschreibung schwierig ist. Wie alle Angehörigen der Myriapoden zeichnen sich die Hundertfüßer vor allem durch eine einheitliche Gliederung der Körpersegmente aus. Auch die große Giftklaue, die aus dem ersten Laufbeinpaar entwickelt wurde und entsprechend als Maxilliped bezeichnet wird, ist bei allen Hundertfüßern zu finden.

10 bis 15 cm lang
———
In den nächsten Tagen laufen wir nur noch mit Schuhen im Wohnmobil herum, um einen Biss des Tieres im Fussbereich zu vermeiden, die Schmerzen nach einem Biss können bis zu mehreren Tagen andauern!

Am Abend habe ich die 6 Heizungsauslässe mit Tesapaketband verschlossen, ebenfalls den Kleiderschrank und die Bereiche unterhalb der Matratzen zur Garage hin. Doch das Wohnmobil hat sehr viele Ecke, in die sich so ein Tier verkriechen kann.

Bevor es in den nächsten Tagen ins Bett ging wurde alles durchsucht, denn wer will sich schon in ein Bett legen indem so ein Tier befindet. Im Vorratsraum und in der Garage wurde fortan nur noch mit Handschuhen nach Dingen gesucht.

Unser heutiges Ziel war ein Campingplatz an den Laghi di Monticchio. Diese Region wird gerne von Italienern besucht, die beiden Seen sind aus Vulkankratern entstanden.
Der Campingplatz war schmuddelig und die meisten Flächen standen unter Wasser. Nur noch ein Ehepaar mit Münchener VW-Bus waren auf dem Platz, der Besitzer verriegelte das Eingangstor, das Internet und das Mobiltelefon hatte kein Netz. Wir sind Abends noch einwenig spazieren gegangen. Erkenntnis war, das hier nachts kein Mensch wohnt oder sich aufhält.

Gisela konnte deshalb besonders schlecht schlafen … Sie dachte an Ganoven und den Hundertfüßer.

Nun gilt es am nächsten Tag einen komfortableren Campingplatz anzufahren.

Diesen fanden wir in Pineto! Mehr im nächsten Reisebericht.

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