Pays d’Auge

Nun geht es weiter gen Süden:
Die Hafenstadt Le Havre steht nicht auf unserem Plan.
Aber wir müssen an dieser Stadt vorbei und über die Seine.
Wir passieren dabei eine Brücke mir einer aufwendigen Seilkonstruktion

Natürlich muss vorher bezahlt werden

Diese Region wird hier Pays d’Auge (Pagus Algiae) genannt. Die Landschaft mit Orten wie Camembert, Livarot und Pont-l’Évêque wird als Urtyp der Normandie mit ihren Kühen, Apfelbäumen und Hütten angesehen.

Einige der Städte und Strände sind über Frankreich hinaus bekannt, wie z. B. Deauville, Trouville-sur-Mer, Honfleur, Lisieux.

Generell gilt das im Hinterland der Côte Fleurie (Blumenküste) gelegene Pays d’Auge als Heimat der drei großen normandischen ‚C‘: Cidre, Calvados und Camembert. Neben dem Camembert gibt es weitere bekannte Käsesorten: Der Livarot und der Pont-l’Évêque mit geprüfter Herkunftsbezeichnung (AOC, Appellation d’Origine Contrôlée).

Neben der Landwirtschaft und der Produktion von Nahrungsmitteln wie Cidre, Calvados und den angeführten Milchprodukten hat der Tourismus für die Region eine hohe Bedeutung.

Besichtigung einer Calvados-Brennerei
Doch bevor wir die Besichtigung der Distillerie starten, organisiert Gisela im heimischen Supermarkt noch heimischen Käse, den wir dringend als Grundlage vor einer Beköstigung benötigen

Sowie

Nun geht es zur Brennerei Busnel

Die Äpfel werden damals in eine runde Mulde gebracht und dann durch einen Mühlstein, der von einem Pferd gezogen wurde, zerkleinert.
Heute wird diese Anlage als Bar genutzt

Auf den Prozess der doppelten Destillerie willig hier nicht eingehen, aber die Anlage schien mir unendlich alt zu sein – ohne jede Automatisierung und Elektrik.

Der Calvados wird in Eichenfässern gelagert. In den Lagerhallen roch es nach Alkohol + Apfel, aber nicht so stark nach Alkohol wie in den schottischen Whisky-Lagerhallen.

Dann wurde Calvados und Cidre probiert und das was gut schmeckte auch gleich eingekauft.

Im Museum der Brennerei stand ein alter Ford, wieder ein Bilf für unsere Oldtimer-Freunde.

Camembert
Eigentlich haben wir nicht so richtig viele Kühe auf der Weide gesehen, dafür den Ort Camembert

Dieser Ort besteht aus dem Bürgerhaus / Gemeindehaus

Und einem Museum, der Kirche und wenigen Privathäusern

Die Lable im obigen Bild sind keine Grabsteine, sondern verschiedene Käseprodukte.
Hier sind die Grabsteinedes Ortes mit Erinnerungsgrüssen von Freunden in Form von kleinen Marmorplatten zu sehen

Nun geht es noch ins Museum, welches eigentlich ein Verkaufsshop ist

Doch es gibt auch ein richtige Camembert-Museum

Hier erfahren wir, wie der Käse produziert wird. Es sind pro Camembert ungefähr 2,3 Liter Milch erforderlich.

Der Käse muss häufig gewendet werden in den Regalen

Sie ist die Mutter des Camembert

Viele Bäuernhofe hatten ihre eigenen Sorten

Nach einer Camembert- und Cidre-Probe im Museum ging es nun weiter entlang der Route de Cidre

Wir sahen einige Fallobstwiesen, wenige Kühe auf den Weiden, viele schöne Häuser

Die Käse-Städtchen waren eigentlich nicht so richtig sehenswert.
Doch wir finden in diesem Antikgeschäft ein schönes Mitbringsel für Thomas

Auf der einen Straßenseite findet man dieses

Und auf der anderen Seite direkt gegenüber dieses:

Ja, das macht Frankreich halt sehenswert!

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentare deaktiviert für Pays d’Auge

Etretat

An der normannischen Küste liegt der Ort Esterat, der aufgrund seiner ungewöhnlichen, bizarren , knapp 100 Meter hohen Kreideklippen unzählige Male fotografiert wurde.
Beidseitig Rahmen die Kreideklippen das Seebades ein.
Der Blick zur Nordseite

Mit dem Fahrrad ging es dann zu einem der Aussichtspunkte, von hier erhält man einen herrlichen Blick auf die Stadt

Viele andere Menschen aus vielen anderen Ländern staunen mit mir über diesen herrlichen Blick


Nur die wenigsten Touristen gehen den berühmten Klippenweg, um weitere Felsklippen zu bewundern.
Bereits nach 200 Metern auf dem hoppeligen Klippenweg wurde es einsam, nur noch Wanderer waren hier unterwegs. Sorgfältig stellte ich mein Fahrrad immer in der richtigen Position ab, so dass ein Umfallen nicht den Verlust bedeutete.

Hier nun zwei Fotos von den Felsklippen, Felsnadeln aus grauweiß geriffeltem Stein.


Und

Dann ging es auf dem Klippenweg wieder zurück

Die älteren Fachwerkhäuser sorgen in Etretat für einen bodenständigen Charme

Hier ein Ferienortfoto

Einen längeren Spaziergang unterhalb der Klippen haben wir bei Ebbe nicht gemacht, stattdessen haben wir auf dem Kieselstrand nur eine kurze Strecke zurückgelegt

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentare deaktiviert für Etretat

Die Seine und die Abteien

Nun geht es von Les Andelys auf kleinen Straßen der Seine flussabwärts entlang

Nur einige Radfahrer sind uns auf dieser Strecke begegnet

Auf dem Weg zur Autobahn mussten wir einen Tunnel passieren.
Unser Wohnmobil hat eine Höhe von ca. 3,1 Meter.
Wir haben die Durchfahrt gewagt und es hat geklappt

Die Stadt Roun mit seinen vielen Fachwerkhäusern und Glockentürme wollten wir nicht so richtig besichtigen, stattdessen haben wir die Abteien-Straße, die zwischen Roun und Le Havre verläuft, im Visier.
Hier schlängelt sich die Seine in weiten Schleifen dem Meer entgegen

Von den vielen sakralen Bauten haben wir uns zuerst die Abtei Saint Georges ausgesucht. So führen wir noch einige km von Roun der Seine entlang

In der Normandie sind viel Häuser recht schmal, dafür aber meistens hoch = mehrgeschossigen

Immer stiegen wir aus dem Wohnmobil aus, um die Landschaft zu bewundern

Die Abtei Sankt Georges

Die romanische Abteikirche wurde im 12. Jahrhundert errichtet

Der Kapitelsaal – der Kommunikationsort der Mönche

So sah es denn im Mittelalter aus

Feinste Steinmetzarbeit

Ein Audio-Guide erklärtermaßen sämtliche Feinheiten der sakralen Baulichkeiten

Eine längere Zeit saß ich auf dieser Bank im Garten der Heil- und Duftpflanzen

Der vier Hektar große Klostergarten mit seinem Gemüse- und Obstgarten war beeindruckend

Schon damals erfreuten sich die Mönche über große Fenster, so war der Blick in den Klostergarten umfassend und schön.

Diese Abtei war ein schöner Ort, den wir mit wenigen anderen Besichern in Ruhe erkunden könnten.
—————

Heute geht es zur Abtei Jumieges, die bereitsim Jahre 654 gegründet wurde.
Sie ist die schönste Ruine in Frankreich.
Das Torhaus der Abtei

Mit Ehrfurcht steht man vor so einer Ruine

Eindrucksvoll erheben sich die 46 Meter hohen Türme sowie andere Wände des Längsschiffs

Der noch erhaltene Chor zeigt die Mächtigkeit des Klosters

Die Instandhaltung derartiger Baulichkeiten ist kostenintensiv.
In Portugal haben wir gesehen, wie derartige sakrale Baulichkeiten verfallen.
Auch hier fängt es an -Bilder Saint Georges:

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentare deaktiviert für Die Seine und die Abteien

Normandie – Vernon und Giverny

Gestern konnten wir bei regnerischem Wetter von Westende nach Vernon fahren.

Wir genießen hier die Ruhe auf dem Campingplatz

und den herrlichen Blick ins Seine-Tal

Vernon ist weniger als 100 km von Paris entfernt und das Einfallstor von dort in die Normandie.

Um Nachmittag starte ich bei 30 Grad im Schatten eine Fahrradtour ins Centrum von Vernon.

Die westliche Seite der hochzufahrenden Stiftskirche mit einer schönen Fensterrose


Auch die Fachwerkhäuser mit den schmücken Fassaden sind ein Foto wert.

Ein mittelalterliche Haus als Teil einer Brücke über die Seine

Giverny ist ein kleines Strassendorf, hat aber im Frankreich-Baedeker einen Stern.
Der Grund:
Hier hat der französische Maler Claude Monet ein großes Haus mit Atelier gemietet, womit dieser Ort zum Mekka des Impressionismus wurde. Hier entstand vor dem 1. Weltkrieg ein große Kolonie von Malern.

Der Parkplatz deutet schon auf einen hohen Besucheransturm hin.

Geduldig standen wir eine etwas längere Zeit vor der Kasse, aber auch beim Zugang zum Monet-Haus.

Hier ist die Frage:
Sind mehr Besucher im Monet-Atelier als Bilder?

Das Esszimmer ist gemütlich eingerichtet worden für die große Familie von Monet.

Nun gehen wir durch seinen Garten mit den vielen Blumen und anderen Besuchern.


Der berühmte Seerosengarten liegt auf der anderen Seite der Straße, die damals nicht geteert war.

Der Strassenstaub setzen sich dann auf den Seerosen ab. Der Gärtner müsste dann die Pflanzen entstauben, vielleicht mit diesem Boot?

Bei der Rückkehr zum Monethaus hat sich die Menschenschlange aufgelöst.

Das einstige Hotel Baudy, in dem damals viele Künstler abstiegen, erreichten wir nach einem Spaziergang durch das Dorf. Im Garten stärkten wir uns dann mit eine Kaffee.

Überall ein wenig Kunst

Am Nachmittag ging es dann am rechten Seine-Ufer weiter nach Les Andelys.

Von unserem Campingplatz haben wir ein direkten Blick auf die Ruinen von Chateau von Gaillard.

Der Normanne Richard Löwenherz baut diese mächtige Festungsanlage innerhalb von einem Jahr auf einem Kalksteongrat.

Ich wählte den direkten Fahrradweg-Weg mit einer maximalen Steigung von 27 % über etliche 100 Meter. Oben angekommen musste ich erst einmal durchatmen.

Der Blick in das Seine-Tal rechtfertigte meine Anstrengungen.

Auf der Heimfahrt könnte ich die Größe der Festung hier noch einmal festhalten.


Die Kreidefelsen am Ufer der Seine besichtigten wir mit einer Fahrradtour.

Es ging dann noch einmal über die Seine-Brücke auf die andere Uferseite.


Die Regenwolken veranlassten uns zur Rückkehr zum Campingplatz.

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentare deaktiviert für Normandie – Vernon und Giverny

2 Tage in Westende/Oostende

Gegenwärtig sitzen wir auf einem Campingplatz in Westende in der Nähe von Oostende in Belgien und planen unsere Tour durch die Normandie.
Planung normandie

Heute konnten wir unsere erste Fahrradtour machen, es ging ans Meer:

Die Strandpromenade hat hier endlos lange Hochhausreihen direkt am Strand

Das war nicht unsere Fahrradstrecke, wir kehrten um und besuchten das Albert Monument
Albrt
Albert I. war von 1909 bis 1934 König der Belgier. Im Jahre 1913, als die Kriegsgefahr immer größer wurde, erhöhte Albert I. die Stärke der belgischen Armee auf rund 350.000 Mann. Zu Beginn des Ersten Weltkrieges lehnte er die Forderungen des benachbarten Deutschen Kaiserreiches nach freiem Durchmarsch der kaiser lichen Armee durch Belgien ab und ließ das belgische Territorium verteidigen.

Die Briten haben hier im 1. Weltkrieg die belgischen Soldaten unterstützt, das waren noch Grabenkämpfe:
Briten
Nieuwpoort, die Hafenstadt in unmittelbarer Nähe zum Denkmal, hat einen wunderschönen Marktplatz mit Rathaus:
Rathaus

Bei der Rückfahrt durch die Stadt wurde uns das Griechenland-Problem wieder bewusst:
Griechenland flagge

Heute wurde der neue Thermomix im Wohnmobil eingeweiht.
Toll … die Gerichte mit dem Themomix schmecken auch auf Reisen super!

Themomix

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentare deaktiviert für 2 Tage in Westende/Oostende

Gadgets

Gadget (englisch für Apparat, technische Spielerei oder auch Schnickschnack) bezeichnet ein technisches Werkzeug oder Gerät mit bisher so nicht bekannter Funktionalität und/oder besonderem Design. Es ist traditionellerweise klein und handlich und zum Mitführen konzipiert. Eine große Rolle spielt der Spaßfaktor eines Gadgets: Geräte, die sich als Gadget definieren, sind oft Grenzgänger zwischen sinnvoller Funktionalität und Verspieltheit.

Welche Gadget nutzen wir uns auf unseren Reisen?

Aktivitätstracker
Ich habe mich für den Armbandtracker von fitbit entschieden.
Was kann dieses Gadget:
.. Überwacht deine Herzfrequenz kontinuierlich und automatisch über den Handgelenkpuls.
.. Zeigt Tagesstatistiken, Uhrzeit und Anrufer-ID an.
.. Zeichnet Laufstatistiken, Streckenverläufe, Teillstrecken und Trainingseinheiten auf.
.. Überwacht deinen Schlaf und weckt dich mit einem stummen Alarm.
.. Akkulaufzeit von mindestens fünf Tagen

Arrmban
10.000 Schritte pro Tag ist das Ziel

Fahrradtour zum Aquädukt Las Ferreres
Das Aquädukt liegt ca. 14 km vom Campingplatz entfernt.

Der genaue Zeitpunkt der Errichtung des Aquädukts ist unbekannt. Wahrscheinlich wurde es im 1. Jahrhundert n. Chr. unter der Herrschaft des Kaisers Augustus errichtet, zeitgleich mit der Erweiterung Tarracos und dem Ausbau der Stadt zum Sitz des Concilium provinciae von Hispania citerior. Das Aquädukt diente noch bis ins Mittelalter der Wasserversorgung Tarragonas. Es wurde mehrfach instand gesetzt, so unter anderem im 10. Jahrhundert unter Abd ar-Rahman III., dem Kalifen von Córdoba. Vom 18. bis ins 20. Jahrhundert wurden verschiedene Maßnahmen zum Erhalt der Bausubstanz durchgeführt.

Bereits 1905 wurde das Aquädukt als „Kulturgut nationalen Interesses“ eingestuft und im Jahr 2000 als Bestandteil des archäologischen Ensembles von Tarraco zum UNESCO-Welterbe erklärt. Nach dem Erwerb des gesamten Areals durch die Stadt Tarragona wurde 2005 der Parc ecohistòric del Pont del Diable („Ökohistorischer Park Pont del Diable“) geschaffen, um dem Baudenkmal und seiner natürlichen Umgebung zu einem besseren Schutz zu verhelfen.

Google Maps hat mir drei Wegstrecken vorgeschlagen, die beiden ersten Strecken waren aber eigentlich nur für Fußgänger so richtig geeignet. Die dritte Strecke bedingte noch einige hundert Meter Fußweg. Die vierte Strecke ist nur mit dem PKW zu erreichen, da auf den Nationalstrassen das Fahrradfahren nicht erlaubt ist.

Meine Irrfahrten hat der Tracker recht gut aufgezeichnet.
Irrfahrt
Es folgen drei Bilder von der 2. Wegstrecke.

Ein für Fahrradfahrer nicht optimaler Schotterweg

Nun ging es wieder etliche km bergabwärts zur 3. Wegstrecke.
Diese führte mich durch Tarragona , auch an diesem stacheligen Kreisel vorbei

Die Sonne brannte immer kräftiger, die 3. Strecke war eine vielbefahrene Straße. Keine guten Voraussetzungen, um das Ziel noch zu erreichen.
Dann kam der erste Verzweigungs-Viadukt

Auf dem Rückweg musste ich zweimal den Hammer benutzen, um dieLeerlauffunktion des Fahrradmotors zu beseitigen.

Am späten Nachmittag wurde das Gadget noch einmal beim Strandspaziergang eingesetzt.

Hier zwei Bilder vom 2 km Strandspaziergang

Über Tamarit und die Burg (Auszug Wikipedia)

Der Ort Tamarit mit Burg war von der Zeit Karls des Großen (um 800 nach Zeitenwende) bis etwa 1118 n. ZW (Eroberung Tarragonas) Grenzfestung des Frankenreichs bzw. Frankreichs gegen die Mauren.

Die Burg Tamarit gehörte während der Bauzeit zur Grafschaft Barcelona und war Teil eines Systems von zirka 40 Burgen im Becken des Flusses Gaià, die in der Zeit der Reconquista errichtet wurden. Ihre Aufgabe war unter anderem die Küste an der sie liegt gegen Überfälle von nordafrikanischen und ottomanischen Seeräubern aus Nordafrika zu verteidigen.

Die Burg Tamarit war ursprünglich bis zum 13. Jahrhundert im Besitz des Rittergeschlechts derer von Claramunt. Im 14. Jahrhundert wurden die noch sichtbaren Umfassungsmauern errichtet. Zu dieser Zeit ging die Burg an die Erzbischöfe von Tarragona über, die die Festung mit den alten Wohngebäuden verbanden. Die Burg war bis zum 19. Jahrhundert im Besitz der Erzbischöfe, jedoch ab dem 17. Jahrhundert im Kondominium mit der Familie Montserrat. Carlos II verlieh 1681 Francisco de Montserrat den Titel eines Markgrafen von Tamarit. Dieser war Gouverneur von Tarragona, Herr von Montoliu und der Baronie von Altafulla.

Im 18. Jahrhundert wurden in der Burg Tamarit die Umfassungsmauern erneuert und der Bergfried errichtet, sodass die Anlage zu der heutigen Größe wuchs. 1916 erwarb der US-amerikanische Industrielle Charles Deering vom Erzbistum Tarragona Tamarit. Dieser ließ die Innenräume von den katalanischen Künstlern Ramon Casas i Carbó und Joan Ruiz im romantischen Stil unter Erhaltung von romanischen, gotischen und Renaissance-Bauteilen herrichten.

Im Spanischen Bürgerkrieg wollte eine Abteilung der anarchistischen Federación Anarquista Ibérica die Kirche der Burg und den bedeutenden Barockaltar in Brand setzen. Da site den Hinweis erhielten, dass die Burg einen nordamerikanischen Besitzer habe und dieser auch der Mäzen von Ramon Casas und Santiago Rusiñol sowie 1910 der Gründer des Museu Maricel in Sitges war, ließen sie von dem Vorhaben ab.

1992 verkauften die Erben Deerings die Burg an einen Investor, der heute dort ein Hotel betreibt.

Weitere Gadgets werde ich in den nächsten Beiträgen vorstellen.

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentare deaktiviert für Gadgets

Radtour nach Tarragona

Das heutige Ziel meiner Fahrradtour ist die altwürdige Stadt Tarragona. Sie liegt ca. 15 km vom Campingplatz entfernt.

Auf dem Weg liegt das Monument Torre dels Escipions (spanisch Torre de los Escipiones, deutsch Turm der Scipionen) . Es ist eines der bedeutendsten Grabmonumente aus römischer Zeit auf der iberischen Halbinsel und Bestandteil des archäologischen Ensembles von Tarraco, das 2000 zum UNESCO-Welterbe erklärt wurde.

Römisches grabmahl
Tarragona ist erreicht:
 Schild tarragona
Im Jahre 218 v.Chr. errichteten hier die Römer ihren ersten Stützpunkt für die Eroberung von Spanien.
Ein noch gut erhaltenes Bauwerk ist das Amphitheater.

Römisches theater

Hier nun zwei Bilder von der Innenstadt
Innenstadt taatagona

Eine prächtige Parkanlage mit vielen historischen Gebäuden

So ein Elektrofahrrad ist schon ein schöner Helfer, wenn es darum geht, Steigungen zu meistern, wie hier der Weg vom Bahnhof zum Amphitheater

Eigentlich wollte ich im Appleshop eine Fahrradhalterung für mein neues iPad kaufen, leider waren beide Shops bis 16:30 geschlossen.
Deshalb besuchte ich eine große Einkaufspassage in der Stadt, um mich einwenig abzukühlen und nach neuen Schuhen zu suchen.
Kauft dort überhaupt jemand ein??
Einkaufspassage

Dann passierte es.
Beim Weiterfahren mit dem Fahrrad drehte die Pedale durch.
Was war hier die Ursache?
Liegt es an der Elektronik oder dem Fahrradmotor?

Hier ein Video zu Verdeutlichung des Fehlers:
trim.7EBE6A13-EB69-4740-811A-B45F27D619ED

Ein größeres Fahrradgeschäft in Tarragona könnte mir auch nicht weiter helfen. Gisela hat dann bei unserem Fahrradhändler angerufen, aber auch seine Vorschläge waren nicht sehr hilfreich.
Mühsam erreichte ich den großen Taxistand am Bahnhof von Tarragon, aber kein Taxifahrer wollte mich mit dem Fahrrad mitnehmen. Doch nach langem Warten erbarmte sich einer.

Am Campingplatz angekommen, versuchte ich an den Motor zu kommen
Fahrradmotor
Doch das Internet hilft hier mit Schnittmodellen und viel Informationen.
Die Fehlerersuche ist wahrscheinlich das verwendete Schmiermittel im Motor, welches die Mechanik durch Verharzung blockiert.
Tipp eines Nutzers … Ein kräftiger Schlag auf die rechte Kurbelachse löst die Sperrklinken … Hat auch bei mir geklappt!

Nun begleiten mich diese Werkzeuge auf einer Fahrradtour:
Hammer

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentare deaktiviert für Radtour nach Tarragona

Tour 2015 nach Spanien … Tamarit

Eigentlich wollten wir in diesem Jahr im Mai/Juni nach Griechenland fahren, dann haben wir den Plan geändert. Nun ist unser Ziel Spanien und Portugal.

Zuerst wollen wir uns einige Tage am Mittelmeer entspannen und sind deshalb an den uns bekannten Campingplatz Tamarit  gefahren. Wir haben einen Campingplatz direkt in der ersten Reihe am Strand gebucht.
Das sagt Google Maps zu unserem Standort:

Google map tamarit

Google Map Tamarit

Palmen tamariz

Eine große Palme ist der Nachbar des Wohnmobils

VMpingstrasse

Campingplatz Tamarit

Schön ist es hier

Groll

Der neue Elektrogrill wird erstmalig benutzt

KAmera csmpingplatz

Die neue Rückfahrkamera arbeitet natürlich auch auf dem Campingplatz

Auf einer kleinen Karte werde ich einmal unsere Reisestationen dokumentieren.

Reisekarten Spanientour 2015

Karte1

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentare deaktiviert für Tour 2015 nach Spanien … Tamarit

zweiter Tag in Edinburgh

Heute nutzten wir unser Wohnmobil, um in den Vorort Leith zu fahren, denn am Ocean Terminal liegt eine große Attraktion: the Royal Yacht Britannia. Von 1953 bis 1997 stand dieser Luxuxliner im Dienste von Elizabeth II.

Die Schiffstechnik ist schon recht alt.

Hier vorne sehen wir die Kabine des Commanders = Admiralsrang , der bei besonderen Anlässen bis zu 20mal am Tag seine Uniform wechseln musste.

Die kleine Küche nur für den Admiral mit der Durchreiche in seine Kabine.

Nun geht es nach achtern.

Zunächst auf das Terassendeck, welches einmal pro Tag durch die Matrosen bis spätestens 8.00 Uhr zu reinigen war, dabei durften sie nicht reden, um die Royals nicht zu stören.

Hier das königliche Schlafzimmer.

 

Sowie des Gemahls.

Hier der Arbeisraum der Queen.

Der Speisesaal hat Platz für bis zu 90 Personen.

Das Gedeck.

Der königliche Salon.

Hier die Treppe vom Salon in das obere Deck. Die heutigen Cruiser haben wohl imposantere Treppen.

Aber kein Cruiser hat ein derartiges Fahrzeug an Bord wie die Queen.

OP und Krankenkabinen können nach Aussage der englischen Navy im Notfall auch als Lazarettschiff Verwendung finden.

Die Bar der Marinesoldaten.

Die Bar der Unteroffiziere.

Der Speiseraum der Offiziere.

Hier die Unterkünfte der Mannschaft.

Anstelle des Maschinenraumes hier die Uniform eines Maschinisten.

Hier die Crew, die in exakte Ebenen und Gruppen eingeteilt ist.

……

Nun geht es am späten Nachmittag noch einmal mit dem Bus in die Stadt für drei Pfund pro Person. 

Viele Vorstadthäuser sehen nicht gerade wohlhabend, sondern eher trist aus.

Viele kleine Geschäfte.

Wir wollen heute Abend noch einmal die Altstadt besuchen.

Hier die Royal Mile, auf der noch immer viele Touristen unterwegs sind.

Wir haben uns dann noch die St. Giles Cathedrale angeschaut.

 Die Gebäude des schottische Parlamentes, welches die Queen 2004 offiziell eröffnete, sahen nicht so sauber aus, wie wir das eigentlich erwartet hatten.

Edinburgh hat viele alte Gebäude, deren Instandhaltung wohl sehr viel Geld kosten wird.

Wer sitzt denn hier in diesem Denkmal?

Es ist Sir Walter Scott, der berühmte schottische Schriftsteller.

 

Nun gilt es ein Abendrestaurant zu finden.

In diesem Pub konnten wir im 1. Stock zu Abend essen.

Das Bier wurde für mich von hier abgezapft.

Nun geht es im Doppeldecker wieder zurück zum Campingplatz.

Letzter abendliche Blick auf das Schloss.

Ein letztes Foto des ehrwürdigen Kaufhäuser Jenners in der Abendsonne.

….

Nun geht es weiter nach Newcastle. Von hier geht dann unsere Fähre auf das europäische Festland.

Hier ein Foto von unserem letzten Abendspaziergang in der Nähe von Berwick an der Nordseeküste. Hier in England findet man nicht die dauercamper in Wohnwagen wie bei uns, sondern hier gibt es „static“ caravans. 

Veröffentlicht unter Allgemein | Schreib einen Kommentar

Stirling und Edinburgh

Heute ist das Wetter nicht ganz so gut. So gehen wir in Stirling zum Einkaufen. In der alten Mall sind viele Spezialgeschäfte, aber sehr wenige Kunden an diesem Vormittag.

Auch in den Einkaufsstraßen sind an diesem Sonnabend wenige Menschen unterwegs.

Dann besuchen wir das neue Einkaufszentrum. Wir sind zum Teil sehr erstaunt, welche Artikel hier in Schottland verkauft werden können. Ein farbiges Kofferset.

Oder schöne britische Teekannen und Dosen in den typischen britischen Designfarben.

 

Sollten wir hier vielleicht diese Kaffeebehälter als Geschenk mitbringen?

Ist dies vielleicht eine Anregung für …

Oder eine festliche Gardrobe für eines unserer Kinder …

Auch die Krawattenauswahl ist korrekt alphabetisch nach den Clans geordnet.

 Abends am Campingplatz angekommen, wurden die vielen Einkäufe erst einmal in der Womo-Garage verstaut.

…….

Heute steht auf der Besichtigungstour kein Museum und kein Castle, sondern das Schiffshebewerk in Falkirk.

Das Hebewerk war geöffnet und sieht auf meinem Foto so aus.

Wir haben eine Bootstour gebucht und konnten somit das „auf“ und „ab“ des Riesenrades im Boot live erleben.

Dann ging es ein wenig mit dem Boot den Kanal entlang und wieder zurück. Viele technische Details wird man wieder bei Wikipedia unter dem Suchbegriff Falkirk Wheel nachlesen können.

Und nun geht es weiter nach Edinburgh. Den Campingplatz hatten wir für zwei Tage über das Internet im Voraus gebucht.

Es ist Sonntag, der 13. Juli 2014. Heute muss auf dem zugeteilten Platz das Fernsehen funktionieren. Gegenüber hat der Fernsehempfang bei einigen anderen Wohnmobilkollegen nur zum Teil geklappt. Viele Bäume standen in Richtung Süden, wo der Satellit ja über Nordafrika steht.

Wir hatten Glück, denn wir habe eine Baumlücke entdeckt, so dass der Empfang klappte. 

So konnte ich am Abend diese Aufnahmen machen.

Tor … Tor .. Tor ..

Tor

 unser Welttorhüter …

Und die reiselustige und liebevolle Kanzlerin …

….

Am nächsten Tag ging es denn mit dem Fahrrad nach Edinburgh. Zuerst durch die Stadt hindurch zum Schloss. Die Fahrräder wurden wieder fest angekettet. Viele Besucher waren unterwegs.

Hier die Schlange vor der Kasse. Wir haben ja eine Mitgliedschaft beim National Trust gekauft und konnten deshalb den Expresszugang nutzen.

Aber auch im Schloß waren lange Schlangen zum Eingang in die Gebäude. 

Hier das älteste Gebäude, die romanische St. Margaret’s Chapel.

Die Kapelle aus dem 12. Jahrhundert hat einen schweren normannischen Chorbogen und glücklicherweise nur einen Besucher vor der Kamera.

Die Besucherschlange vor dem Gebäude mit den schottischen Kronjuwelen war extrem lang. Wir verzichteten deshalb auf diese Besichtigung.

In der Greathall standen die Besucher wie auf dem Fußballplatz, es war kaum ein Durchkommen. So habe ich dann lieber die Dachkonstruktion fotografiert.

Hier eine Kurzinfo über diese Halle.

Ein wenig genervt haben wir das Castle-Gelände dann früher als erwartet verlassen.

Zum Mittagessen fanden wir einen Restaurant-Platz im ehemaligen Hauptgebäude der Bank of Scotland.

Nun ging es zu Fuß weiter in die Neustadt, die sich um die Princes Street gebildet hat. Dieses Viertel wurde damals komplett in einem Zuge aufgebaut.

Da es intensiv regnete besuchten wir einige Geschäfte, insbesondere das bekannte Kaufhaus Jenners.

Drei Galerieetagen mit verziertem Geländer befinden sich hier in einem  Hallenoval.

Die dort angebotenen Möbel und die Einrichtungen gefallen uns aber nicht so richtig.

Dies gilt auch für andere kaufbare Produkte.

Aber bei Designprodukten von …

wurde dann doch der Geldbeutel geöffnet.

Die deutschen Campingbesucher von gegenüber hatten eindeutig richtig eingekauft, wie wir nach Rückkehr zum Campingplatz feststellen konnten.

…….

 

 

 

Veröffentlicht unter Allgemein | Schreib einen Kommentar